Osnabrück. Der große Dichter hatte es schon vor 200 Jahren gewusst: „Ohne Fastnachtstanz und Mummenspiel ist im Februar auch nicht viel“, reimte Johann Wolfang von Goethe einst. Ob im Haus Dorette im Februar sonst nicht viel passiert, sei dahingestellt. Auf der Karnevalsfeier in der Senioreneinrichtung war aber auf jeden Fall so einiges los.

Moderatorin Petra Mersmann hatte nicht nur den Zweizeiler Goethes parat, sondern kündigte auch ein buntes Programm aus Musikeinlagen, Büttenreden und Sketchen an – in diesem Jahr noch ergänzt durch Märchen. Ricarda Cronemeyer trug als Gast, und unterstützt von ihrem Mann Claus, „Das kluge Gretel“ vor. Weiterer Gast war, wie schon in den Vorjahren, Martin Gehrmann. Der Musiker sorgte mit zahlreichen karnevalistischen als auch nichtkarnevalistischen Liedern für Stimmung. Das Programm reichte von „Hoch auf dem gelben Wagen“ über „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“ bis zu „Griechischer Wein“. Natürlich stimmte er auch „Mein Vater war ein Wandersmann“ an, das aber seit jeher in der Senioreneinrichtung mit dem Text vom „Haus-Dorette-Lied“ gesungen wird.

Der Nachmittag in der Senioreneinrichtung zeigte, dass ein buntes und abwechslungsreiches Programm mit eigenen Mitteln gestaltet werden kann, so dass mehrere Mitarbeiterinnen auftraten. Anna Carl unterhielt die Karnevalisten an der Gitarre mit „Trink, trink, Brüderlein trink“. Aber auch Bewohnerin Christel Kolkmeier trug mit der Büttenrede „Der Mensch“ und allerlei außergewöhnlichen Beobachtungen zu Körper und Eigenschaften eben jener Kreatur zur guten Stimmung bei. Das Publikum dankte ihr und den anderen Vortragenden so, wie es an Karneval mit erfolgreichen Programmpunkten üblich ist: mit dem als „Rakete“ bekannten trommeln, stampfen und „Helau“ rufen.

Natürlich gehörten auch Sketche zum Nachmittag. Sonja Richter ließ Einrichtungsleiterin Hildegund Twardon verzweifeln, in dem sie partout nicht verstehen wollte, dass letztere nicht auf Hawaii im Urlaub war, sondern in Oberammergau. Petra Mersmann zeigte sich als Frau Sauerbier als ungnädige Restaurantbesucherin, die lieber Hähnchen, Pommes Frites und Schokoladenpudding den Gerichten am Eintopftag den Vorzug gegeben hätte.

Den Abschluss des Nachmittags bildete dann noch eine Überraschung. Die Mitarbeiterinnen hatten in den vergangenen Wochen heimlich als Chor geübt und trugen „Ich will keine Schokolade“ von Trude Herr mit zum Text passender Choreographie vor.

Menü