Federboa, Filzhut oder Käppi? Aus dem hauseigenen Hütefundus wählten die Bewohnerinnen vom Haus Dorette ihre Favoriten und setzten damit farbenfrohe Akzente bei der diesjährigen Karnevalsfeier. Schnell war zu spüren: Die fünfte Jahreszeit ist in der Senioreneinrichtung angekommen.

Musikalisch führte einmal mehr Martin Gehrmann am Akkordeon durch den Nachmittag. Der langjährige Wegbegleiter des Hauses stimmte bekannte Gassenhauer wie „Griechischer Wein“, „Tulpen aus Amsterdam“ oder „Rosamunde“ an und lud zum Mitsingen und Mitschunkeln ein. Viele Bewohnerinnen zeigten sich textsicher und begleiteten die Lieder mit sichtlicher Freude. Ebenfalls seit Jahren gern gesehene Gäste sind Ricarda und Claus Cronemeyer. Das Ehepaar brachte mit seiner Aufführung des Märchens „Das kluge Gretel“ eine literarische Note in das närrische Programm und wurde dafür mit viel Applaus bedacht.

Für einen besonderen Moment sorgte in diesem Jahr Emma Wiebold, die von ihrem Vater Moritz, Präsident des Clubs Neuenkirchener Narren, begleitet worden war. Die Zwölfjährige interpretierte „Ich liebe das Leben“ von Vicky Leandros. Mit ihrer klaren Stimme begeisterte sie die Bewohnerinnen und erhielt großen Beifall. Bewegung kam ebenfalls nicht zu kurz. Tanzlehrerin Kerstin Albrecht, die im Haus Dorette regelmäßig den Kurs „Fit und gesund“ anbietet, hatte eigens Choreographien vorbereitet. Zu „Das Leben tanzt Sirtaki“, dem „Schneewalzer“ und „Gute Laune“ beteiligten sich alle Bewohnerinnen und brachten den Saal gemeinsam in Schwung.

Auch Mitarbeiterinnen gestalteten das Programm aktiv mit. Petra Mersmann zitierte Johann Wolfgang von Goethe: „Ohne Fastnachtstanz und Mummenspiel ist im Februar auch nicht viel.“ Dass im Haus Dorette jedoch einiges los war, bestätigte die folgende Feier eindrucksvoll. Einrichtungsleiterin Hildegund Twardon betonte: „Hier leben Frauen mit Lebenserfahrung, Herzenserfahrung und Nerven aus Drahtseilen.“ Aber nicht nur das. Die Karnevalsfeier zeigte erneut, welchen Stellenwert gemeinschaftliche Veranstaltungen im Haus Dorette haben – und den Humor der Bewohnerinnen.

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